Neuer Mitarbeiter in der Möbelproduktion: Bernd Thielbar steuert Industriemaschinen

Bernd Thielbar ist neuer Mitarbeiter in der Möbelproduktion.
Bernd Thielbar ist neu in der Möbelproduktion von Emotion-24 in Bremen.

„In der Möbelproduktion noch einmal beruflich neu anzufangen, ist eine große Herausforderung“, sagt Bernd Thielbar. Er wird in Zukunft den neuen Kantenanleimer bedienen. Die große Maschine ist am vergangenen Dienstag bei Emotion-24 angekommen und ist ab Mitte September der neue Arbeitsplatz des 48-Jährigen. Als Einstieg in die neue Aufgabe hat der Maschinen- und Anlagenführer extra an einem einwöchigen Lehrgang teilgenommen. „Die Geschäftsführung setzt von Anfang an viel Vertrauen in mich.“

Von Coca Cola zum Badmöbelhersteller Emotion-24

Thielbar hat 26 Jahre bei Coca-Cola in Bremen-Hemelingen gearbeitet. Der Betrieb für Mehrwegflaschen-Befüllung hat im Juli endgültig seine Tore geschlossen und Thielbar stand vor der Existenzfrage. „Ich befürchtete, dass mein Alter das berufliche Aus bedeuten könnte.“ Er hatte Glück. Auf eine Anzeige in der Lokalzeitung hin schrieb er nach 26 Jahren das erste Mal wieder eine Bewerbung und wurde eingeladen.

Leidenschaft für große Maschinen. Der Kantenanleimer wir begrüßt.
Leidenschaft für große Maschinen: Scherzhaft begrüßt Thielbar „seine“ neue Homag.

Erfahrung zählt: Neuer Mitarbeiter mit fast 50

„Uns hat seine langjährige Erfahrung an Industriemaschinen überzeugt“, sagt Geschäftsführer Dominik Salehi. „Wir haben deshalb gern in seine Arbeitskraft und in sein Know How investiert. Sein Arbeitsplatz wird jetzt neu geschaffen und das ist für ihn und für uns der ideale Einstieg in den neuen Job.“ Scherzhaft begrüßt Thielbar also „seinen“ neuen Kantenanleimer, der am vergangen Dienstag seinen Platz in Halle 3 eingenommen hat. Mit einem zweiten Kollegen im Wechsel wird dessen Bedienung für Thielbar im Mittelpunkt stehen: „Sicherlich wird es anfangs nicht immer leicht sein, aber ich bin zuversichtlich, dass ich es schaffe.“

Leidenschaft für große Maschinen früh entdeckt

„Meine Leidenschaft sind große Maschinen.“ Nach einer Friseurlehre wollte Thielbar beruflich lieber einen anderen Weg einschlagen. Um die Zeit bis zur Wehrpflicht zu überbrücken, arbeitete er bei Vita-Kraft. „Dort habe ich entdeckt, dass es mir Spaß macht, an einem Produktionsprozess teilzuhaben und am Ende ein Ergebnis zu sehen, für das viele Schritte notwendig waren.“ Von der Marine kam er zunächst zu einer industriellen Buchbinderei und schließlich zu Coca Cola.

Präzision ist trotz automatisierter Prozesse in der Möbelproduktion immer noch gefragt
Präzision ist trotz automatisierter Prozesse in der Möbelproduktion wichtig.

Automatisierte Prozesse ersetzen den Menschen nicht

Über seine langjährige Erfahrung wurde Thielbar zum Facharbeiter bei Coca Cola: „Ich kannte den gesamten Maschinenpark, einige Maschinen sogar in- und auswendig, und ich habe selbstverständlich an allen Stationen gearbeitet.“ Von der Reinigung bis hin zur Befüllung musste jede Mehrwegflasche mehrere Etappen durchlaufen. Beispielsweise wurde ein so genannter Sniffer eingesetzt, der die Flaschen nach Fremdstoffen, wie Benzin oder Amoniak, abriechen und aussortieren kann. Obwohl viele Prozesse automatisiert sind, ist doch der Mensch in der Möbelproduktion unentbehrlich: „Man muss stets sorgfältig arbeiten und konzentriert bei der Sache sein – das ist eine große Verantwortung.“

Information

Die Möbelproduktion von Emotion-24 umfasst derzeit vor allem Badmöbel und Whirlpools, die Sie in unserem Onlineshop direkt und ohne Zwischenhandel zu günstigen Preisen kaufen können. Jetzt erweitern wir die Produktionsbereiche für den B2B-Handel.

Der neue Homag-Kantenanleimer wird in die Produktionshalle gerollt.
Der neue Homag-Kantenanleimer wird in die Produktionshalle gerollt.

Anforderungen in der Möbelproduktion

Ebenso wie Thielbar damals bei Coca Cola Maschinen eingestellt und justiert hat, wird er an seinem neuen Arbeitsplatz bei Emotion-24 Verantwortung tragen. Die manuellen Rüstzeiten für den Homag-Kantenleimer seien zwar kürzer, dafür aber vielfältiger und zudem nur mit Kenntniss der speziellen Computer-Software durchführbar. Die Maschine leimt eine schmale, wasserabweisende Beschichtung an die Kanten von Möbelbrettern. Je nach Anforderung für das Möbelteil können 6 verschiedene Kanten im Wechsel gefahren werden und die Plattenstärken können variieren von 12 mm bis zu 60mm.

Dabei sein bei Badmöbel „made in Germany“

„Ich habe großen Respekt vor meiner künftigen Aufgabe, denn schließlich kostet diese Maschine ein Vermögen“, sagt Thielbar und es schwingt ein wenig Stolz in seiner Stimme mit: „Ich werde Teil sein von einer Möbelproduktion – Badmöbel made in Germany – das finde ich richtig klasse! Ich bin gespannt und kann kaum erwarten, dass es endlich losgeht.“

Willkommen im Emotion-Team, Bernd –  wir wüschen Dir einen guten Start!

 

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